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Arbeiten als Mama: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Hallo ihr Lieben,

ich wollte schon längst mal darüber schreiben, wie es für mich ist, das Familienleben mit dem Berufsleben zu vereinen. Nachdem ich nach einem Jahr Elternzeit die Freuden und auch Leiden des Mamaseins kennengelernt habe, war ich wahnsinnig froh, wieder arbeiten zu gehen.


Den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt habe ich mit einer 30 Stundenwoche in der gleichen Firma, in der ich zuvor gearbeitet habe, begonnen. Es war zum Anfang nicht einfach, da ich mich wieder in die Arbeit einfinden und der Zwerg sich bei den Tageseltern erst einmal zurechtfinden musste. Für Olli lief es ganz gut und er war schnell angekommen, ich brauchte da wesentlich länger. Denn neben der Arbeit gab es ja auch viele andere Aufgaben zu erledigen, die das Mamasein und der Haushalt mit sich bringen.

Nach etwas über einem Jahr fühlte ich mich in der Firma nicht mir wohl, wollte die gleiche Arbeit aber weitermachen, so suchte ich nach einer Arbeitsstelle und wurde schnell fündig. Ich habe zum Glück auch keine schlechten Erfahrungen in der Suche gemacht. Das Kind habe ich im Lebenslauf gleich weggelassen. Bei der einen Firma wurde es beim Probearbeiten gleich angesprochen und man sah nicht begeistert aus, als ich sagte, ich hätte einen 2-jährigen Sohn.

Das Vorstellungsgespräch mit der Firma, bei der ich jetzt arbeite, erfolgte mit einer Frau und die Frage nach einem Kind kam in keinem Gespräch auf. Die Firma erfuhr eigentlich erst von Olli, als ich ihnen meine Personalunterlagen geschickt habe. Bis jetzt ist in der Firma alles stimmig und ich bin total zufrieden. Solch gute Erfahrungen tragen natürlich dazu bei, dass ich wahnsinnig gerne arbeite und es mir nicht anders vorstellen kann. Aber ich bin mir durchaus bewusst, dass nicht jeder in seiner Arbeitssuche soviel Glück hat wie ich oder dass die Rückkehr in die alte Firma so gut verläuft.

In der neuen Firma startete ich mit 35 Arbeitsstunden in der Woche. Diese Arbeitszeit wird in den nächsten Jahren auch erstmal so bleiben, wenn Olli (und irgendwann auch Kind Nr. 2) selbstständig genug ist, werde ich an eine Vollzeitstelle denken. Ich habe mich für 35 Stunden entschieden, da ich es persönlich unfair finde, wenn der Mann rackert und rackert und sich alleine um den Familienunterhalt und auch zu Hause kümmern soll. Aber ich genieße auch den Vorteil aus dem Home Office zu arbeiten, was mir lästige Arbeitswege erspart.

Außerdem will ich nicht Jahre in Ausbildung und Weiterbildung dafür verschwenden, dass ich jetzt zu Hause bleibe. Versteht mich nicht falsch, ich weiß, was eine Mama leistet, ich bin ja eine. Aber ich sehe keinen Sinn darin, 3 Jahre mit Kind zu Hause zu bleiben. Das hätte mich und den Zwerg isoliert, weil ich einfach nicht der Typ für solche Mama-Kind-Kurse bin. Ich habe welche mit Olli gemacht und habe mich immer ein wenig unwohl dort gefühlt. Zudem denke ich nicht, dass Olli sprachlich, motorisch und sozial so weit entwickelt wäre, wenn er nur bei mir wäre. Aber das muss jede Mama selbst entscheiden.

Ich liebe meine Arbeit wirklich sehr und bin froh, auch noch eine andere Aufgabe neben der als Mama und Hausfrau zu haben. Zumal mir dies auch ein Stückchen Unabhängigkeit gibt, ich kann entscheiden, was ich mit dem Geld mache, was ich verdiene und ich bin beteiligt an den Dingen, die wir uns gemeinsam leisten. Die Arbeit gibt mir das Gefühl wertgeschätzt zu werden, was im Familienleben und im Haushalt oftmals zu kurz kommt, weil man vieles für selbstverständlich sieht. Das meine ich nicht nur gegenüber der Mama. Ich selbst sehe manche Sachen beim Papa auch als selbstverständlich an, weil er es halt immer macht oder so.

Fazit: Ohne Arbeit geht es bei mir nicht. Ich habe früher immer gesagt, dass ich nicht gerne arbeite und mich schon auf die Rentenzeit freue, aber seit dem ich in meinem aktuellen Job arbeite, bin ich sehr zufrieden und glücklich, daher kann ich es mir nicht anders vorstellen.

Liebe Grüße
Sabrina

Kommentare

  1. Ich könnte ohne Arbeit auch nicht. Allerdings hab ich jetzt jeden Dienstag immer frei. Ich weiß nicht ob es das in Deutschland auch gibt aber bis das Kind 8 ist kann man da 18 Wochen oder so in Anspruch nehmen. Normalerweise nicht nur einen Tag in der Woche sondern mehrere am Stück aber die Arbeit ist so liebt und erlaubt das so da das eine andre auch gemacht hat. So habe ich Zeit für mich und den Haushalt. Klappt ganz gut.

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    1. Das ist ja wirklich toll. Ich glaube nicht, dass es so etwas hier gibt, ich habe davon noch nie gehört. Ich glaube die Mutter, wo ich damals Au-Pair gemacht habe, hat das auch gemacht. Die war immer freitags zu Hause. Ich finde das toll, vor allem, da du ja auch Vollzeit arbeitest. Da passt da für dich ja ganz gut :)

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