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Familienbett/Co-Sleeping - warum ich es so liebe

Hallo ihr Lieben,

das Familienbett ist ein strittiges Thema. Es gibt die, die es lieben und dies auch offen und selbstbewust. Im Gegensatz dazu gibt es die, die es lieben und es lieber geheim halten und dann noch die, die lieber allein schlafen.
Ich kann mich zwar kaum noch daran erinnern, aber noch bevor Olli da war, war ich der Meinung unser Kind sollte alleine schlafen. Ich kann nicht mal mehr näher drauf eingehen, weil sich meine Meinung dazu komplett geändert hat und ich mich wirklich nicht mehr daran erinnern kann, warum ich so dachte.
Nun ja, als Olli geboren wurde, war ich sehr verunsichert. Was soll ich tun? Was ist richtig? In der ersten Nacht schrie er und beruhigte sich nicht. Da rief ich die Schwester. Sie meinte nur, nimm ihn mit ins Bett, kuschel mit ihm, lass ihn ankommen. Das tat ich und er schlief. Auch am nächsten Tag ließ ich ihn viel auf mir schlafen, da auch ich die Nähe genoss, doch schon vom ersten Besuch wurde dies kritisiert mit den Worten, dass ich ihn schon jetzt verwöhnen würde. Er war 24 Stunden alt.


Wieder verunsichert dachte ich es wird wohl das Beste sein, wenn er in seinem Bettchen schläft. Außerdem war ich auch noch sehr ängstlich wegen des plötzlichen Kindstods. Schließlich hatte ich ja gerade erst einen halbstündigen Vortrag der Kinderärztin im Krankenhaus erhalten. Die Nächte wurden unruhiger, es war schrecklich. Ich war wütend und weinte. Erschöpft schlief ich mit ihm im Bett ein. Meistens tat ich es nur, wenn André nicht da war, da er zu dem Zeitpunkt noch eine andere Meinung dazu hatte und er dachte immer, dass ich mich auf Olli rauflegen würde.

Irgendwann war mir seine Meinung dazu aber einfach egal, denn es war halt einfach so, aufgrund des Schichtsystems, dass ich nachts immer alleine zuständig war. Also schlief er immer bei mir und die Nächte wurden zunehmend angenehmer. Nicht toll, nicht super, aber es war auszuhalten.

Ich bekam öfter mal Zuspruch, dass dies ja völlig in Ordnung sei, wenn er bei mir schläft und dass andere das auch tun. Es gab aber auch weiterhin die, die eine andere Meinung dazu vertraten. Ich musste mich oft verteidigen. Aber ich lernte damit umzugehen.
Als ich mich damit abfand, dass es egal ist ob er bei mir oder in seinem Bett schläft, wurde ich entspannter und sagte mir immer, dass alles von alleine nachlassen würde und dass es ja auch nichts ist was ihn nachhaltig schaden würde. André änderte seine Meinung dazu auch, obwohl es immer noch so ist, dass er sich einmal im Monat darüber aufregt. Wie sagte er gerade am Wochenende, er hat kein Problem damit, wenn Olli bei uns schläft, aber er hat ein Problem damit, wenn er nicht schläft. :)

Da wir das 1. Jahr in einer kleinen 2-Raum-Wohnung lebten, gab es zum Ausquartieren ja gar keinen Platz. Kurz nach Ollis 1. Geburtstag zogen wir in unser Haus, doch auch weitere 2 Monate schliefen wir zusammen in meinem Arbeitszimmer, da die obere Etage noch renoviert werden musste. Erst als wir schon 3 oder 4 Monate im Haus wohnten, haben wir ihn abends in sein Zimmer gebracht. Vorher immer nur tagsüber zum Mittagsschlaf, damit er sich daran gewöhnt in dem  Zimmer zu schlafen.

Aber ich holte ihn jede Nacht zu mir, da er immer ein sehr unruhiger Schläfer war und nachts auch mal weinte. Ich hatte keine Lust mich neben ihn ans Bett zu stellen oder mich mit ihm in den Sessel zu setzen. Viel lieber kuschelte ich mit ihm im Bett, gab ihm noch eine Flasche Milch und schlief mit ihm zusammen weiter. Klar, war es auch mal blöd, wenn er viel wühlte oder mich nachts trat, aber alles nicht so schlimm, wenn ich gleich danach wieder weiterschlafen konnte.

Ungefähr bis zum 2. Geburtstag schlief er bestimmt jede Nacht bei uns im Bett, dann gab es auch mal Nächte in denen er durchschlief. Noch mit 2,5 Jahren bekam er nachts Kindermilch, wenn er sie wollte. Auch dazu gab es im Umkreis öfter mal einen schrägen Blick, aber ich war die, die aufstehen musste und mir war es egal. Nach und nach ließ ich ihn weniger trinken, bis ich vor einem Monat die Milch für die Nacht absetzte, ganz ohne Probleme. Ich hatte einfach das Gefühl, dass er so weit war. Es sind damit nun zunehmend Nächte in denen er komplett durchschläft und ich ihn nicht zu uns hole, was auch mal ganz schön ist. Aber sobald er mich ruft und sagt, dass er mit zu uns kommen will, nehme ich ihn mit.

Das ist meine Geschichte dazu. Bei uns gibt es so gesehen ja kein richtiges Familienbett und Co-Sleeping ist es auch nur zur Hälfte, aber ich finde es schön, so wie es ist. Die Nähe zum Kind ist toll, die bekomme ich ja meist nur nachts, da Olli tagsüber kein Kuschel-Fan ist. Oft habe ich es auch Bequemlichkeit genannt, weil ich mir so unnötigen Stress in der Nacht erspart habe mit ständigem Aufstehen. Vor ein paar Wochen hat es uns auch sehr geholfen, denn Olli hat im Schlaf gespuckt, ich bin sofort vom Würgen wach geworden und konnte ihn hinsetzen. So schnell wie ich zu diesem Zeitpunkt reagieren konnte, wäre ich nicht mal annähernd in seinem Zimmer gewesen.

Im Prinzip liegt diese Entscheidung bei jedem selbst. Jeder soll es so machen, wie er es für richtig hält und sich damit wohl fühlt. Wir sollten aber einfach von dem Gedanken wegkommen, dass es was Schlimmes ist, wenn das Kind bei den Eltern schläft. Denn irgendwann wird es von ganz alleine nachlassen.

Wie läuft es bei euch? Schreibt mir gerne eure Meinung dazu.

Liebe Grüße
Sabrina

Kommentare

  1. Bei uns ist auch so nur Schlaf ich nicht so gerne mit den Kindern. Chloe kann mal Nächte haben wo sie ständig Rum wühlt.
    Matthew schläft in letzter Zeit meistens in seinem Bett aber ich bin einmal nachts wach. Einmal weil Chloe schreit und sie ins Bett bei mir will und vom schreien wird dann Matthew wach. Dann muss ich ihn immer überreden im Bett zu bleiben. Einmal pullern. Nochmal was trinken. Klappt meistens. Denn 2 Kinder im Bett passt gar nicht.

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    1. Oh ja, das mit 2 Kindern ist nochmal echt eine andere Hausnummer. Mal gucken wie wir das mal machen. 😂

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